By Conny
Posted: Updated:
0 Comments

Atmen ist lebenswichtig. Ohne unseren Atem wird es echt schwierig. Und obwohl das Atmen so enorm wichtig ist, denken wir fast nie darüber nach. Vermutlich, weil es automatisch passiert, weil wir es von Geburt an können. Man hört ja aber dennoch immer wieder, dass noch Optimierungsbedarf besteht, denn eigentlich schöpfen wir einen Großteil unseres Lungenvolumens gar nicht aus. Wir atmen zu flach.

Das Atmen im Yoga

Ich liebe Spiritualität. Ich weiß zwar nicht, ob ich mich deswegen gleich als spirituellen Menschen bezeichnen würde, aber seit ich das erste Mal mehr oder weniger ernsthaft eine Yogamatte betrat, habe ich diesen Hang. Aber ich mache kein Yoga um meine spirituelle Seite aufrecht zu erhalten. Vielmehr war es umgekehrt und kam automatisch.

Yoga ist aber nicht (nur) die Verrenkung von Gliedmaßen um dann Fotos von eben jenen Verrenkungen auf sämtlichen Plattformen herumzuzeigen und auf Likes zu warten. Eine Yogapraxis besteht zum einen aus den Asanas, also aus den einzelnen Haltungen, die fließend ineinander übergehen können (nicht müssen!) und die durch richtiges Atmen unterstützt werden, sie besteht aber auch aus Meditation und (zumindest für mich) aus dem entsprechenden Verhalten im Alltag.

Wer schonmal in einem Yogastudio war, weiß, dass der Atem mit der jeweiligen Asana „fließt“. Man kann beides nicht voneinander trennen. Für einen Anfänger ist das natürlich nicht gerade einfach, sich neben der Haltung auch noch auf das richtige Atmen zu konzentrieren.

Es gibt mehr als eine Art zu atmen

Im Yoga gibt es verschiedene Atemübungen, die meist sitzend, also losgelöst von einer Asana, praktiziert werden. Ich bin natürlich kein Yogalehrer und auch weit davon entfernt so eine gute und regelmäßige Praxis zu haben, dass ich hier große Töne spucken kann.

Ich will aber trotzdem zwei mir sehr lieb gewordene Atemübungen vorstellen:

 

  • Kapalabhati

Im Sanskrit bedeutet „Kapala“ Schädel und „Bhati“ Leuchten bzw. Scheinen.

Die Vorteile dieser Atemübung sind schnell erklärt: wer diese ganzen Stimmen und Gedanken im Kopf zum Schweigen bringen will, Kapalabhati ist da DAS Mittel der Wahl. Ich habe danach echt ein frisches Gefühl im Kopf, so richtig „durchgepustet“. Probiert es mal aus, es lässt sich schwer beschreiben. Außerdem regt dieser Atem die Leber, Milz sowie die gesamten Atemwege an.

Wie genau Kapalabhati funktioniert kann ich nicht wirklich in Worte fassen. Wie gut, dass vor mir schon andere darüber geschrieben haben. Zum Beispiel hier. Für eine bildliche Anleitung (in Bewegtbild) ist Youtube eine gute Anlaufstelle.

Wer kein Englisch beherrscht, halb so wild. Gegen Ende könnt ihr euch Kapalabhati mal in Action ansehen, man bekommt recht schnell eine Vorstellung davon.

 

  • Wechselatmung

…sie ist wohl der Klassiker bei den Atemübungen. Sie lindert emotionale Spannungen, verschafft Klarheit, lindert Nervosität und hilft auch bei Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Wie der Name schon erahnen lässt, wird bei der Wechselatmung abwechselnd durch das eine Nasenloch ein, und durch das andere Nasenloch wieder ausgeatmet. Ich finde, man kommt ziemlich schnell in einen meditativen Zustand.

Und es gibt sogar ein super Video auf Deutsch, das euch die Wechselatmung gut erklärt:

 

Atmen ist also nicht nur „irgendetwas“, das halt so funktioniert. Das richtige Atmen kann so einige positive Auswirkungen auf unseren Alltag (also nicht nur auf der Yogamatte) haben. Probierts mal aus!

Beitragsbild via Unsplash.

Ähnliche Beiträge

Ich kenne mich mit on and off Beziehungen aus. Im Schulsport fand ich dieses fade im Kreis laufen...

Wenn du Yoga hörst, dann denkst du an für dich unerreichbare Posen. An Verrenkungen, bei denen du...

Szenario 1: Der Wecker klingelt, du tastet blind nach dem Snooze Button. Nochmal. Nochmal. Und...

Leave a Reply