By Conny
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Ich habe eine neue Leidenschaft. Früher, wenn es hieß wir gehen spazieren, dann verdrehte ich genervt die Augen. Wie langweilig ist das denn bitte? In die schöne Natur. Haha.

Jetzt verstehe ich es gut.

Hoch hinaus

Ich bin in der privilegierten Situation, die Berge mehr oder weniger vor der Haustür zu haben. Also habe ich das Wandern für mich entdeckt. Musste aber auch feststellen, dass Wandern nicht für jeden das Gleiche bedeutet.

Für mich ist es das: durch Wälder streifen, nasses Gras riechen, stehen bleiben und den Augenblick genießen. Die Umgebung in mich aufsaugen.

Für andere ist Wandern etwas, das ich eher als Bergsteigen bezeichnen würde. Du musst aufpassen, wo du hintrittst, neben dir der Abgrund, vor die unwegsames Gelände. Versteht mich nicht falsch, das ist auch reizvoll, weil es deinen Geist und Körper mehr fordert. Da ist nix mit lala, ich schlendere hier mal so entlang.

Was mir dabei fehlt?

Ich will eben nicht nur auf meine Füße gucken um einen falschen Tritt zu vermeiden. Vielleicht liegt es an meinem Unvermögen bzw. kann man beides mit ein wenig mehr Erfahrung kombinieren. Aber ich muss auch nicht immer unbedingt auf den Gipfel. Auch auf halber Höhe gibt es wunderbare Flecken Erde, wunderbare Aussichten.

Seegrube Innsbruck

 

Hier zum Beispiel. Das Bild zeigt einen wunderschönen, wenn auch bewölkten Blick auf Innsbruck. Auf dem Gipfel steh ich da nicht. Ich bin noch nicht einmal hochgewandert. Seilbahn (und einiges Zittern, da ich in den Dingern jedesmal einen halben Herzkollaps bekomme) sei Dank.

Warum es mich nach draußen zieht

Das, was ich früher als wirklich äußerst öde empfunden habe, gibt mir heute unheimlich viel Kraft und neue Energie. Ob es nun wandern oder spazieren gehen ist – ja selbst eine Runde durch den Englischen Garten kann viel bewirken.

  • Während mein Hirn schon wieder sonst wieviele Gedanken jongliert, wirkt die Natur einfach nur ausgleichend auf mich. Natürlich am besten dann, wenn ich nicht von zig anderen Menschen umgeben bin
  • Wunderwerk Natur – ich bin immer wieder verblüfft, was für krasse Formationen, Landschaften, Hügel, Flussläufe usw. einfach so entstanden sind. Ohne Menschenhand. Einfach so. Ist das nicht wunderbar?
  • Mir wird dann besonders bewusst, wie wertvoll die Erde ist. Weil wir nur diese eine haben. Und selbst wenn wir irgendwann auf den Mars umsiedeln können sollten, muss man ja nicht mit Gewalt den Planeten kaputt machen, der einem jahrhundertelang ein schönes Zuhause war.

Heimgarten

 

Funfact am Rande

Ich war nicht gerade ein großer Freund von Bergen in der Vergangenheit. Seit ich in Bayern wohne, werden mir die Dinger aber echt immer sympathischer. Natürlich hat auch das Meer seine Vorzüge, keine Frage. Aber das Wandern in bergiger Landschaft, wo einem noch mehr oder weniger freilaufende Kühe und/oder Schafe begegnen, hat schon was.

Beitragsbild via Unsplash.

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2 Comments
 
  1. Eva Maria / 17. September 2016 at 16:28 /Antworten

    Sehr schöner Artikel! Ich bin in den Bergen (Innsbruck) aufgewachsen, mein Vater kommt sogar von einem Bergbauernhof und dennoch habe ich das Wandern erst vor einigen Jahren für mich entdeckt, als mein Freund und sein Vater mich überredet haben, zu einer Wanderung mitzukommen. Da hat es mir wirklich so gut gefallen und ich war so stolz, als ich oben angekommen bin, dass ich es immer wieder tun wollte 🙂
    Ich bin sogar von Tirol weggezogen, weil mich Berge nie interessiert haben – mittlerweile vermisse ich sie sehr 😀

    Alles Liebe, Eva
    http://www.thesophisticatedsisters.com

    • Conny / 17. September 2016 at 16:51 /Antworten

      Oooooh Innsbruck! Das ist ja meine bisherige Lieblingsstadt in den Bergen. Bin jetzt schon ein bisschen neidisch. 😉

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